Durchfall

Von Durchfall spricht man bei einem Erwachsenen bei mehr als drei „ungeformten“ Stuhlgängen pro Tag, bei Kindern jedoch erst ab fünf pro Tag. Je nach Dauer der Erkrankung wird zwischen akutem und chronischem Durchfall unterschieden.

Akuter Durchfall tritt plötzlich auf, dauert maximal zwei Wochen an und wird meist durch Bakterien, Alkohol oder verdorbene Nahrungsmittel ausgelöst. Auch Stress und einige Medikamente wie z. B. Antibiotika können der Auslöser sein. Sofern der Durchfall nicht mit hohem Fieber oder sogar Blut im Stuhl einhergeht, kann er selbst behandelt werden. Achten Sie darauf ausreichend zu trinken! Bei großem Flüssigkeitsverlust und vor allem bei Kindern und Älteren ist es ratsam die verlorenen Elektrolyte mit Elotrans® oder Oralpädon® wieder zuzuführen. Außerdem eignet sich für Kinder ab 12 Jahren der Wirkstoff Loperamid (Imodium akut) und für Erwachsene das neuere Racecadotril (Vaprino) um seltener zur Toilette zu müssen und den Darm zu beruhigen. Sehr gut wirksam und verträglich ist auch die Hefe Saccharomyces cerevisiae (Perenterol), sie ist schon für Kinder ab zwei Jahren geeignet. Perenterol® kann auch prophylaktisch, beispielsweise auf Reisen oder während einer Antibiotikatherapie, gut angewendet werden.

Pflanzliche Alternativen stellen Tannacomp® für Kinder ab fünf Jahren oder Uzara® für Kinder ab zwei Jahren dar. Die in den Präparaten enthaltenen Gerbstoffe dichten die Darmwand ab und verhindern einen großen Flüssigkeitsverlust.

Chronischer Durchfall hält länger als zwei Wochen an oder tritt wiederholt auf. Hier könnte die Ursache in einer Nahrungsmittelunverträglichkeit wie der Lactoseintoleranz liegen. Auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können der Grund für wiederkehrende Durchfälle sein. Hier empfiehlt sich ein Besuch beim Hausarzt, denn nach eingehender Untersuchung kann die Ursache gezielt angegangen werden.

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