Heuschnupfen & Allergien

Das Immunsystem schützt unseren Körper wirkungsvoll vor Fremdstoffen und Krankheitserregern wie Bakterien und Viren. Es kommt jedoch auch vor, dass unser Immunsystem an sich harmlose Fremdkörper wie zum Beispiel Pflanzenpollen als „schädlich“ ansieht und versucht diese zu bekämpfen: man spricht dann von einer allergischen Reaktion. Rund 30 Millionen Menschen In Deutschland leiden an Allergien. Eine ihrer häufigsten Formen ist die allergische Rhinitis – besser bekannt als Heuschnupfen. Maßgeblich beteiligt an der Entstehung der typischen Allergiesymptome wie Juckreiz, Hautrötung und Schwellungen ist der körpereigene Botenstoff Histamin, welcher von spezialisiserten Immunzellen ausgeschüttet wird.

Die meisten Medikamente gegen Allergien richten sich entweder gegen die Freisetzung des Histamins aus den Immunzellen („Mastzellstabilisatoren“) oder gegen das Andocken des Botenstoffes Histamin an den verschiedenen Zielstellen im Körper („Antihistaminika“), hierdurch werden die Allergiebeschwerden zuverlässig bekämpft. Mastzellstabilisatoren wie Natrium-Cromoglycat eignen sich nur zur Prophylaxe und sollten rund zwei Wochen vor erwartetem Eintritt der Allergiesaison bereits angewendet werden um eine zuverlässige Wirkung zu garantieren. Antihistaminika wie Cetirizin und Loratadin dagegen wirken auch noch, wenn die Allergiebeschwerden bereits eingetreten sind.

Je nach Beschwerdebild eignen sich entweder antiallergische Augentropfen, Nasenspray, Cremes/Gele oder Tabletten zum Einnehmen.

Zum Einnehmen in Tablettenform steht für Erwachsene Cetirizin (Cetirizin Hexal) sowie bereits für Kinder ab zwei Jahren Cetirizin Saft (Ceitirizin HEXAL® Saft) zur Verfügung, außerdem der Wirkstoff Loratadin (Lorano®) für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren. Als homöopathische Alternative empfehlen wir das Heuschnupfenmittel® DHU.

Bei allergischen Reaktionen der Haut können die antihistaminikahaltigen Gele Fenistil®, Systral® und Soventol® angewandt werden. Sie wirken allesamt kühlend und lindern die Hautreaktion sehr schnell. Bei stärkeren allergischen Reaktionen können auch hydrocortisonhaltige Cremes verwendet werden (Fenistil® Hydrocort, Soventol® Hydrocort 0,5 % Creme). Nachteil der Cremes gegenüber den Gelen ist der nicht vorhandene Kühleffekt.

Vor allem Heuschnupfen äußert sich durch brennende und juckende Augen zu den entsprechenden Jahreszeiten. Wir empfehlen hier vor allem die schnell wirkenden Augentropfen Vividrin® akut, Livocab® direkt und Allergodil® akut, welche für das Auge geeignete Antihistaminika enthalten. Wichtig: Kontaktlinsenträger müssen mindestens 15 Minuten nach Anwendung der Augentropfen warten, bevor sie ihre Linsen wieder einsetzen. Prophylaktisch oder zur Langzeitanwendung eignen sich Mastzellstabilisatoren wie Natrium-Cromoglycat, enthalten in Vividrin® und Livocab® Augentropfen.

Eine juckende und verstopfte Nase können sie entweder mit antihistaminikahaltigen Nasensprays (Vividrin® akut, Livocab® direkt und Allergodil® akut) oder auch mit cortisonhaltigen Nasensprays behandeln. Cortisonhaltige Nasensprays (ratioAllerg®, Otriven® Allergie aktiv) eignen sich vor allem, wenn man an einer allergisch bedingten verstopften und laufenden Nase leidet. Ihre wirkt setzt allerdings erst verzögert nach etwa einem Tag ein und können für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren eingesetzt werden.

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