Kopfschmerzen & Migräne

Über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen sind bekannt und werden in zwei große Gruppen eingeteilt: auf der einen Seite primäre Kopfschmerzen – hierzu zählt die Migräne, Cluster-Kopfschmerz und Spannungskopfschmerz. Bei der primären Form stellen die Kopfschmerzen das eigentliche Krankheitsbild da und werden nicht, wie bei sekundären Kopfschmerzen, durch andere Erkrankungen ausgelöst. Sekundärer Kopfschmerz ist weitaus seltener und tritt als Folge einer anderen Erkrankung auf (Grippe, Kopfverletzungen und andere).

In neun von zehn Fällen leiden die Betroffenen am Spannungskopfschmerz. Er ist von leichter bis mittlerer Intensität und fühlt sich dumpf-drückend an. Im Vergleich zur Migräne betrifft er in der Regel beide Kopfhälften gleichermaßen. Typische Auslöser von Spannungskopfschmerzen sind Verspannungen und Stress, aber auch ein Wetterumschwung kommt bei vielen Personen als Ursache in Frage. Spannungskopfschmerz kann mit den Schmerzmitteln Ibuprofen (Dolormin®), Acetylsalicylsäure (Aspirin®), Paracetamol (Paracetamol-ratiopharm®) behandelt werden. Ebenfalls geeignet ist das Komplexmittel Thomapyrin®. Es enthält die Schmerzmittel Acetylsalicylsäure und Ibuprofen sowie Coffein als Wirkverstärker. Bitte wenden Sie Schmerzmittel ohne expliziten ärztlichen Rat nur wenige Tage am Stück und maximal 10 Tage pro Monat an. Schmerzmittel können bei Daueranwendung paradoxerweise selbst Kopfschmerzen auslösen und dadurch abhängig machen – eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Personen in Deutschland ist hiervon betroffen.

Eine pflanzliche Alternative ist Minzöl (JHP® Roedler), welches auf die Schläfen aufgetragen ebenfalls gute Ergebnisse gegen Kopfschmerz erzielen kann.

Migräne gilt als Volkskrankheit von der gut zehn Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Frauen sind von den anfallsartig auftretenden Kopfschmerzen 3,5-mal häufiger betroffen als Männer. Die typischen Symptome sind ein meistens auf einer Kopfseite auftretender pulsierender Kopfschmerz, der von Übelkeit und Erbrechen und Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet werden kann. Eine Migräneattacke kann zwischen 4 und 72 Stunden dauern und kann verschiedenste Auslöser haben: Nahrungs- und Genussmittel (Kaffee, Tabak, Käse, Tee, leider auch Schokolade,…), unregelmäßiger Schlafrhythmus, Überanstrengung, Stress oder Wetterumschwünge.

Die Ursachen der Erkrankung sind bislang ungeklärt, man geht jedoch davon aus, dass Migräne vererbbar sein könnte. Eine Migräneattacke kann sich von Person zu Person unterscheiden. Bei den meisten Betroffen beginnt sie mit Übelkeit und Stimmungsschwankungen, bevor dann eine sogenannte Aura einsetzen kann. Sie zeigt sich in Form von Sehstörungen wie Lichtblitze, Doppeltsehen oder Störungen des Farbsehens und dauert zwischen fünf Minuten und einer Stunde. Anschließend beginnt der quälende pochende Kopfschmerz und kann für bis zu 72 Stunden anhalten. Im Anschluss an eine Migräneattacke fühlt man sich häufig noch ein bis zwei Tage erschöpft, was den Alltag noch weiterhin erschweren kann.

Eine Migräneattacke kann mit dem rezeptfrei erhältlichen Wirkstoff Naratriptan (Formigran®) behandelt werden, wenn fest steht, dass es sich auch tatsächlich um Migräne handelt. Im Zweifelsfall empfiehlt sich der Gang zum Hausarzt zur Diagnosestellung. Formigran® greift direkt dort an, wo der Schmerz und die Übelkeit entstehen und kann eine Migräneattacke schnell lindern.

Neben Naratriptan eignet sich auch Ibuprofen (Dolormin® Migräne) dank seiner schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkung zur Linderung der Migränekopfschmerzen. Zur Vorbeugung kann Magnesium (Magnesium Diasporal®) versucht werden.

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