Schlafstörungen

Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Sie können sowohl organische als auch seelische Ursachen haben. Sie werden einerseits nach Ursachen (primäre/sekundäre Schlafstörungen) als auch nach der Symptomatik (Ein-/Durchschlafstörungen) unterschieden. Sekundäre Schlafstörungen treten als Begleiterscheinung einer anderen Grunderkrankung auf, während bei primären Schlafstörungen die Schlaflosigkeit als eigentliche Erkrankung gilt. Symptomatisch unterscheidet man zwischen Ein- und Durchschlafstörungen. Eine Einschlafstörung liegt vor, wenn man länger als eine halbe Stunde zum Einschlafen benötigt. Durchschlafstörungen sind durch längeres Wachliegen während der Nacht gekennzeichnet, wenn man nach nächtlichem Erwachen länger als eine halbe Stunde nicht wieder einschlafen kann. Zu Durchschlafstörungen zählt auch ein dauerndes zu frühes morgendliches Aufwachen.

Gerade Alltagssorgen und Stress im Beruf führen oft dazu, dass Betroffene nicht abschalten können und das Gedankenkarussell sich vor allem dann besonders dreht, wenn Sie eigentlich einschlafen möchten. Schlafstörungen mindern das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit deutlich und sind sie langanhaltend, erhöhen sie das Risiko unter anderem an Herz-Kreislauf-Leiden zu erkranken.

Neben anstrengenden oder veränderten Lebensumständen kann natürlich auch eine mangelnde „Schlafhygiene“ Ursache der Schlafstörungen sein. Achten Sie deshalb unbedingt auf folgende Punkte:

  • Vermeiden Sie coffeinhaltige Getränke und üppige Speisen am Abend
  • Ausgiebiger Sport (Übertraining) am Abend kurz vor dem Zubettgehen regt den Kreislauf an und verlangsamt das zur Ruhe kommen
  • Gehen Sie nur zu Bett, wenn Sie auch wirklich müde sind und machen Sie keinen Mittagsschlaf
  • Versuchen Sie immer etwa zur gleichen Zeit zu Bett zu gehen und aufzustehen. Ein unregelmäßiger Schlafrhythmus verschlimmert die Symptomatik
  • Achten Sie darauf, dass es in Ihrem Schlafzimmer nicht zu warm ist (maximal 18 °C) und auf ausreichendes Lüften
  • Suchen Sie sich Ihr persönliches Einschlafritual, es kann Ihnen helfen den Stress abzubauen und sich aufs Schlafen einzustellen. Yoga und autogenes Training kann hier sehr gut helfen!
  • Verzichten Sie auf Alkohol, er hilft Ihnen zwar einzuschlafen, verändert jedoch auch die Schlafarchitektur und erzeugt Durchschlafstörungen

 

Bei Schlafstörungen, wenn Sie beispielsweise gerade eine stressige Phase durchleben, können Ihnen verschiedene freiverkäufliche Schlafmittel helfen einen normalen Schlafrhythmus wiederzuerlangen. Gerade pflanzliche Schlafmittel sind sehr beliebt, da Sie als gut verträglich und nebenwirkungsarm gelten. Am häufigsten werden hier Präparate aus Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume angewandt. Häufig müssen die pflanzlichen Präparate mindestens eine Woche am Stück eingenommen werden bis eine spürbare Wirkung eintritt.

Hopfen wirkt im Vergleich zum Baldrian etwas verzögert, daher eignet sich Baldrian besser als Mittel gegen Einschlafstörungen (Baldriparan® Stark für die Nacht). Liegen Durchschlafstörungen vor, bietet sich ein Kombinationspräparat aus Baldrian, Hopfen und Passionsblume (Kytta® Sedativum) an.

Ebenfalls gut wirksam sind die Stoffe Diphenhydramin und Doxylamin. Obwohl beide Substanzen ähnlich im Körper wirken, muss deren unterschiedliche Wirkdauer beachtet werden. Das kürzer wirksame Diphenhydramin (Vivinox® Sleep Schlaftabletten stark) eignet sich daher besser für Einschlafstörungen, das länger wirksame Doxylamin (Hoggar® Night) besser für Durchschlafstörungen. Auch freiverkäufliche Schlaftabletten dürfen nicht länger als eine Woche angewandt werden. Bei schweren, langandauernden Schlafstörungen ist ein Arztbesuch ratsam um eine möglicherweise ursächliche Grunderkrankung finden zu können.

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